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Landesteile

Svealand

Svealand ist das historische Herz Schwedens – sechs Landschaften in der Mitte des Landes, rund um den Mälaren und das Bergbaugebiet Bergslagen, wo der Name Schweden selbst (Svea rike, „das Reich der Svear“) geboren wurde.

Svealand umfasst sechs Landschaften: Uppland, Södermanland, Västmanland, Närke, Värmland und Dalarna. Sein Schwerpunkt liegt rund um den Mälaren, den drittgrößten See des Landes, und um die Hauptstadt Stockholm, die sich über die Grenze zwischen Uppland und Södermanland ausbreitet. Ackerland, Seensysteme und tiefe Wälder treffen hier aufeinander, und die Region wirkt als Übergang zwischen dem fruchtbaren Süden und den ausgedehnten Wäldern des Nordens.

Von Svealand hat Schweden seinen Namen. Die Svear, das Volk des Mälartals, gaben dem Svea rike ihren Namen, und Gamla Uppsala war in der Eisenzeit und im frühen Mittelalter ein geistliches und königliches Zentrum, gekennzeichnet durch seine gewaltigen Grabhügel. Uppsala gründete später, 1477, die älteste Universität der nordischen Länder und blieb der kirchliche Hauptsitz des Landes. Durch Svealand zu reisen heißt, durch die Wiege des schwedischen Staates zu reisen.

Uppsala trägt diese Geschichte noch immer offen zur Schau: Sein Dom ist die höchste Kirche der nordischen Länder, und hier legte Carl von Linné das System an, mit dem sich jedes Lebewesen benennen lässt. Flussabwärts, wo der Mälaren auf die Ostsee trifft, wuchs Stockholm von einer kleinen, im 13. Jahrhundert gegründeten Inselstadt zur Hauptstadt des Reiches heran, und sein Altstadtviertel Gamla Stan folgt noch immer dem mittelalterlichen Straßennetz. Draußen im Mälaren liegt Birka, die wikingerzeitliche Handelssiedlung auf der Insel Björkö, die heute zum Welterbe gehört – eine Erinnerung daran, dass dieses Binnenmeer einst ein Weg hinaus in die weite Welt war.

Im Kern der Region liegt Bergslagen, ein altes Bergbau- und Eisenhüttengebiet, das die Wirtschaft des Landes über Jahrhunderte antrieb. Die Kupfergrube von Falun in Dalarna, heute Welterbe, lieferte nicht nur Kupfer, sondern auch die rote Falu-Farbe, die noch heute die schwedischen Holzhäuser färbt, während die Silbergrube von Sala in Västmanland einst die Schatzkammer der Krone war. Eisen, Hochöfen und Hüttenorte hinterließen Spuren, die die Landschaft bis heute prägen.

Svealand ist auch das Herz jenes Bildes, das viele von Schweden im Kopf tragen. Dalarna, rund um den See Siljan, ist die Landschaft der Volkskultur – das Dalapferd, der Mittsommerbaum und die blumige Kurbits-Malerei sind hier zu Hause, und das Licht und die Traditionen der Gegend zogen Maler wie Anders Zorn und Carl Larsson an, deren Häuser in Mora und Sundborn heute vielgeliebte Museen sind. Jeden Winter folgen Zehntausende Skiläufer der Spur des Vasaloppet, des langen Rennens zwischen Sälen und Mora, das an die Flucht des späteren Königs Gustav Vasa in den 1520er Jahren erinnert. Die Wälder Värmlands, durchzogen von Klarälven, dem längsten Fluss des Landes, prägten die Schriftstellerin Selma Lagerlöf, deren Heim Mårbacka als Museum erhalten geblieben ist. Rundherum erheben sich die Städte Örebro in Närke, Västerås am Mälaren und Karlstad am Ufer des Vänern.

Jenseits der Städte wird das Land weicher und zerfällt in einen Flickenteppich aus Seen und Wäldern. Bei Anundshög nahe Västerås liegt der größte Grabhügel Schwedens, umgeben von Steinen, die in Form von Schiffen gesetzt sind – eine monumentale Spur ebenjener frühen Macht, die diese Region zum Zentrum eines Königreichs machte.

Wie die übrigen Landesteile ist Svealand heute eher eine historische und kulturelle Vorstellung als eine Verwaltungseinheit, und doch bergen nur wenige Teile des Landes eine so dichte Konzentration schwedischer Geschichte auf so kleinem Raum.

Provinzen in Svealand

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